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Unser Heerlager in Salach, bei dem ich leider nicht in dem Maße teilnehmen konnte wie ich es gewünscht hätte, wurde gar trefflich von Ortwin kommentiert - aber leset selbst :
Es war einmal ein schrecklicher Graf, Herr über Unmengen von jungen, kräftigen Leibeigenen im besten Alter und dieser lud zu einem Feste. Die Helfensteiner Ritter und Herren deren Heimstatt unweit des schrecklichen Herrschers lag wurden samt Gefolge geladen. Die Helfensteiner, selbst arm an kräftigem Gefolge bekamen Hilfe von Gefolge der Truchtolfinger. Vulfric, der Truchsess von Truchtolfingen schickte sie, in der Hoffnung im Gegenzug Hilfe zu erhalten von den neuen Recken der Helfensteinern: Gotthard von Kripp zu Giselingin und Vater & Sohn von Fahland.
Die Truchtolfinger Ritter Widukind von Rutelingin, Gunther von Hohenstein und Vulfric darselbst stellten ihre Knechte Ortwin, Sven und Alwin.
Der Aufbruch war etwas überhastet, weil die entsprechende Brieftaube auf unseres Herrn Teller landetet statt in der Poststelle. Aber für die eingespielte Truppe alles kein Problem.
So zogen wir los, eines Freitags, 10 Tage vor Herbstbeginn. Nebel wurde von Nieselregen abgelöst, und dieser durch Regen. Dies machten wir so mit bis gen Abend des anderen Tages. Danach wurde es bitterkalt. Am Tage des Herrn tauchte sogar die Sonne auf und die Temperaturen sanken zu neuen Tiefstwerten. Was lernen wir daraus? Nie über das Wetter beschweren. Der liebe Petrus kann immer noch einen draufsetzen.
Wir gingen sogleich den Herren von Helfenstein zur Hand und kümmerten uns des Nachts nach reichhaltigem Vesper und nachdem wir unser gemeinsam Lager gesichert, noch um unser Lager. Bei milden Temperaturen gönnten uns unsere Wochenenddienstherren noch ein paar Flaschen herrlich Wein. Wir hielten Wache und gingen in mitten der Nacht zu Bette.
Bärenbach ist ein gar wunderlich Platz. Es schnarcht dort kaum einer. Außer der Gräfin, Ausrichterin der Feierlichkeiten, tat keiner ein Geräusch. Aber wer sie einmal bei der Waffengestützten Ertüchtigung erlebt wird, froh sein dass sie nur so sanft schnarcht. Ihr Kriegsschrei bringt manch tapferen Pikten zum schwitzen bringen.
Der Tag darauf war eher gemätlich, des Publikums erspähten wir nur 3 Mannen. So lungerten wir herrenlos an der Tafel des Lagers herum und versuchten uns vorm Regen zu verstecken.
Im Laufe des Tages kamen noch unsere Herren Gunther mit der Holden Susanne, Nikolaus mit Knappe und unser Heerführer Vulfric und sahen nach dem Rechten. Es gab natärlich keine Beanstandungen. Der Herr Valentin wurde uns als Feuerknecht zur Verfügung gestellt und wir kümmerten uns alsbald um die Ausbildung des Knappen. Und der Herr Gunther stellte uns Fara, eine Heilkundige, zur Verfügung was bei dem Wetter auch kein Fehler war. Sie erhellte uns den Tag, was der Heilung genug war. Gen Abend, besuchte uns Bruder Michel, und erquickte uns mit Frohlocken und seiner Weisheit. Es war ein schöner wenn auch frischer Abend. Nachts brachen unsere Herren Vulfric und Gunther mit ihrem Gefolge auf. Sven blieb in unserer Mitte und Nikolaus beehrte uns mit seinem wachsamen Auge. Als ob Sven und Ortwin nicht freiwillig Schwerter fegen und Kinnvaz herstellen würden.
Am Tage des Herrn scheinte die Sonne und wir bekamen auch Besuch und das Lager wurde etwas geschäftiger, aber alles in allem hielt es sich leider etwas in Grenzen, auch weil die Magd Sophie uns noch zur Hilfe eilte. Tags zuvor noch als Küchenmagd bei einer Trauung, schon griff sie uns hier unter die Arme. Wir fegten Schwerter, sperrten Tjostplätze, rüsteten zahlreiche Recken, sarwirkten, geleiteten einen Tross von Musikanten, kochten und frönten auch der Tanzerei.
An diesem Tage beehrte uns noch ein Waffenbruder des Widukind, der uns leider seines Namens schuldig blieb. Aber auch Du bist auf unseren weiteren Reisen ein gern gesehener Gast, unbekanntes Hummelchen, Spiegelbild des Widukinds.
Des abends brachen wir die unseren Zelt und die unserer Wochenendherren wieder ab und reisten Heim. Als Dank für die Verpflegung, vortrefflich zubereitet von Agnes vom Felsental, überreichten wir Justus als Stellvertreter der Helfensteiner, ein Schachspiel unserer Herrn. Wir waren uns einig, trotz wiedriger Umstände ein vortrefflich Lager, bei dem wir gerne wieder weilen. Und wir hoffen auch dass der Schreckliche dann auch einmal an unserer Tafel verweilen wird, wir haben ihn schwerzlich vermisst.
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