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Thomas der Söldner

Thomas von Eszlinga genannt auch Thomas der Söldner wurde im Jahre des Herren 1167 in einem kleinen Ort vor den südlichen Toren der freien Reichstatt zu Eszlinga als erster Sohn des Richard dem Steinmetz und seiner Gattin Erika welche feinste Gewandungen feil bot, geboren. Er wuchs in behüteten Verhältnissen auf.  Im siebten Lebensjahr begab es sich das ein Ritter, welcher einen neuen Umhang benötigte, bei seiner Frau Mutter im Geschäft das passende fand. Ebenfalls suchte er einen tüchtigen Diener. Die letzen hatten sich als untauglich und faul herausgestellt und so fiel Ihm der aufgeweckte Junge auf. Seine Eltern stimmten sofort zu, den sie kannten den überall als gerecht geltenden Ritter. Ihr Sohn würde es bei diesem immer gut haben und sicherlich niemals Hunger leiden müssen. So wurde er Diener eines Lehnsherren dessen Burg in der Nähe des Klosters zu Denkendorf stand. Die Mönche gehörten dem Orden zum heiligen Grab zu Jerusalem an und von Ihnen lernte Thomas immer, wenn er seine Aufgaben als Diener erledigt hatte, einiges nützliches.  Sein Herr wurde allbald ins gelobte Land gerufen, um am Kreuzzug von Friederich Barbarossa teilzunehmen. In der Schlacht vor Akkon fiel sein Herr. So geriet Thomas unglücklicher weise in die Gefangenschaft der Sarazenen. Diese verkauften Ihn an einen reichen Händler. Hier mußte er niedrige Tätigkeiten verrichten, wurde jedoch für einen Sklaven recht gut behandelt. Mit seinem neuen Herren zog er jetzt im Heiligen Land umher. Die Zeiten waren gefährlich und es trug sich zu, dass die Handelskaravane des sarazenischen Händlers von Räubern angegriffen wurde. Ein wilder Kampf entbrannte. Der Anführer der Räuber entwaffnete den Händler und wollte ihm grade den Todeshieb versetzen, da ergriff Thomas ein Schwert das von einem getötetem Räuber stammte und in seiner Nähe am Boden lag. Er wehrte den Schlag, der sicherlich den Schädel des Sarazenen gespalten hätte, gekonnt ab. Durch eine elegante Drehung konnte er die Parade in einen Angriff verwandeln und den verdutzten Räuberhauptmann niederstrecken. Ihres Anführers beraubt schlug dies den Rest der Bande in die Fluch. Aus Dankbarkeit für seine Rettung schenkte ihm sein Herr die Freiheit und statte Ihn mit einer kleine Börse aus. Ebenfalls erhielt er Schwert und einen Brief der Ihm, auf dem Weg in die Heimat, so manche Tür öffnete.

Sofort begab sich Thomas auf Reise heimwärts. Das Übersetzen mit einer italienischen Kogge kostete Ihn aber seine restliches Silber, so das er wieder völlig mittellos in Italien ankam. Hier traf er auf eine Söldnergruppe welche das gleiche Ziel hatte wie er – zurück ins Herzogtum Schwaben. Seine Kampferfahrung, welche aus Übungen mit den Rittern in so manchem Heerlager hatte, und welche er auch noch im heiligen Land reichlich sammeln konnte, machte Ihn schnell zum Anführer der Söldnergruppe.

Im Jahre 1211 hatte man den weiten Weg so gut wie gemeistert. Die Nachricht, dass sich eine Söldnerbande herumtrieb, eilte ihnen aber voraus. So wurde es zunehmens schwerer Beute zu machen.

Und auch Vulfric von Truchtolfingen wurde die Kunde zugetragen. “In den Wäldern gehen Söldner um und treiben dort ihr unwesen” wurde gemunkelt. Vulfric benachrichtigte so schnell wie eben möglich seine Getreuen. Nikolaus von Klingenstein, Gunther von Hohenstein, Widukind von Rutelingin und Holger von Strass folgtem dem Ruf und trafen fast gleichzeitig auf der Burg des Truchtolfingers ein. Zusammen mit einer kleinen Schar von Wehrmännern wollten sie der Bedrohung den Gar aus machen. Es kam wie es kommen mußte. Die nur leicht bewaffneten Söldner wurden in kürzester Zeit aufgespürt und da hin gemetzelt. Einzig Thomas konnte sich der Angriffe erwehren. Vulfric, der während des Kampfes etwas abgedrängt wurde, erkannte dass dies nicht nur ein einfacher Söldner war. Er gebot dem Getümmel Einhalt. Als er an den Söldnerhauptmann heran trat meinte er bekannte Züge im Gesicht des Mannes zu erkennen. Und tatsächlich, wurde schnell klar das er diesen aus Akkon, als dieser noch seinem Ritter diente, kannte.

Vulfric bot Thomas an, ab diesem Tage zu Truchtolfingen seinen Dienst zu verrichten. Dieser war froh nun ehrlich seinen Lohn verdienen zu können. Er gelobte den Truchtolfingern aus Dankbarkeit Treue bis in den Tod. Auch die Ritter hatten Ihrne Vorteil, denn natürlich konnte man in diesen schweren Zeiten einen guten Schwertkämpfer immer brauchen…

 

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Vulfric von Truchtolfingen